Shop-Update: Neue Bestecke online

Liebe Kunden und Sammlerfreunde,

wir freuen uns, Ihnen heute ein weiteres umfangreiches Update in unserem Shop präsentieren zu dürfen. Wir haben den Bestand in den Bereichen Besteck und Tafelzubehör aufgestockt.

Die Schwerpunkte liegen dieses Mal auf den Serien WMF Fächer, WMF 2500 sowie einer großen Auswahl Robbe & Berking (Royal).

Stöbern Sie durch die Neuzugänge:

Silberbesteck nach Herstellern:

  • WMF – Modell „Fächer“:
    • Ein besonders großes Paket: Komplettbesteck für 12 Personen (84-tlg.), Menübestecke (18-tlg.), Dessertbestecke (12-tlg.), Fischbestecke (12-tlg. & Vorlegebesteck) sowie Obstbestecke.
      Besonderheiten: Vergoldete Kuchengabeln und Zuckerlöffel, seltene Stücke mit Schwalbe-Punze (Eislöffel, Kaffeelöffel, Obstgabeln, Gemüselöffel).
      Umfangreiche Vorlegeteile: Spargelheber, Tranchierbestecke, Teesiebe, Sardinengabeln, Pastetenheber und diverse Gemüselöffel.
  • WMF – Modell 2500:
    • Große Auswahl an Menübesteck (18-tlg.) und Dessertbesteck (12-tlg.). Zudem vergoldete Kuchengabeln, Mokkalöffel, Serviettenständer, Gebäckzangen, Rahmkellen, Sägemesser und Salatbesteck mit Heft.
  • WMF – Weitere Serien:
    • WMF 2200: Menübesteck, Dessertbesteck, Fischbesteck, sowie Vorleger wie Geleelöffel, Kompottlöffel und Tortenheber.
    • WMF Stockholm: Sets in Silber sowie Cromargan (Crmg), inklusive Ausführungen mit geradem Messerheft.
    • WMF Brasilia: Fleischgabeln, Kartoffellöffel, Saucenkelle und Zuckerzange.
    • Weitere: Spargelheber (Modell 1700), Fischbesteck (Modell 2000 & 3100), Fleischgabeln (Modell 2900) und Fischbesteck Empire (12 Pers.).
  • Robbe & Berking – Modell „Royal“:
    • Umfangreiches Update: Menübesteck (18-tlg.), Kaffeelöffel, Kuchengabeln und Tassenlöffel.
      Vorlegeteile: Fleischgabeln, Gemüselöffel, Kartoffellöffel, Saucenkellen, Suppenkellen, Gebäckheber, Tortenmesser und Zuckerzangen.
  • Bruckmann – Modell „Schwaben“:
    • Menübesteck (18-tlg.), Dessertbesteck (12-tlg.), Kaffeelöffel und Kuchengabeln sowie Vorleger (Fleischgabel, Gemüse-, Kartoffel- und Suppenlöffel).

Tafelzubehör & Einzelstücke:

Besuchen Sie unseren Shop und entdecken Sie diese und weitere Neuzugänge!

Ihr Ralph Prüschberg

P.S.: Unser Forum www.dieschatzkisteimnetz.de ist weiterhin auch über die alternative Domain www.antiquesearch.de für Sie erreichbar!

P.P.S.: Kennst du schon meinen Ruhrgebiets-Krimi? „Haldenfeuer“ ist direkt bei Amazon als Taschenbuch oder gebundene Ausgabe erhältlich: https://www.amazon.de/dp/B0FSRVDP2Q

Dachbodenfund oder wertvolles Erbstück? So kannst du deine Antiquitäten bestimmen

Du hast ein altes Erbstück auf dem Dachboden entdeckt oder ein faszinierendes Objekt auf dem Flohmarkt ergattert und fragst dich nun: „Was ist das eigentlich und was ist es wert?“

Die Bestimmung von Antiquitäten ist wie Detektivarbeit. Es geht darum, versteckte Hinweise zu lesen, Materialien zu verstehen und die Geschichte hinter dem Gegenstand zu entschlüsseln. In diesem Guide zeige ich dir die ersten Schritte, wie du selbst zum Experten für deine Schätze wirst.

1. Den Hinweisen auf der Spur: Stempel, Marken und Signaturen

Der erste Blick sollte immer der Unterseite, den Rückwänden oder versteckten Ecken gelten.

  • Porzellan: Suche nach Bodenmarken. Bekannte Manufakturen wie Meissen, KPM oder Rosenthal haben ihre Werke stets signiert.

  • Silber & Gold: Halte Ausschau nach Punzen (Stempeln), die den Feingehalt oder den Hersteller verraten.

  • Möbel: Manchmal finden sich Brandstempel oder handschriftliche Notizen auf den Rückseiten von Schubladen.

2. Material und Fertigungstechnik prüfen

Echte Antiquitäten unterscheiden sich in der Herstellung massiv von moderner Massenware.

  • Handarbeit vs. Maschine: Siehst du unregelmäßige Schwalbenschwanzverbindungen bei einer Kommode? Das spricht für ein hohes Alter.

  • Patina: Eine natürliche Alterung lässt sich schwer fälschen. Ist das Holz gleichmäßig nachgedunkelt oder wirkt die Abnutzung „künstlich“?

3. Epochen-Check: Stilmerkmale zuordnen

Jede Zeit hatte ihre eigene Formsprache.

  • Biedermeier: Schlichte Eleganz, helles Furnier (Birke, Kirsche), klare Linien.

  • Gründerzeit: Üppige Schnitzereien, dunkles Eichenholz, Säulenelemente.

  • Jugendstil: Geschwungene, florale Formen und organische Linien.


Wichtiger Hinweis: Eine erste Selbsteinschätzung ist super, aber bei wertvollen Objekten ist der Austausch mit anderen Sammlern und Experten durch nichts zu ersetzen.


Du kommst allein nicht weiter? Frag die Community!

Manchmal stößt man mit Google-Recherche an seine Grenzen – besonders wenn Signaturen unleserlich oder Stücke sehr selten sind. Genau dafür haben wir eine leidenschaftliche Community aufgebaut.

In unserem Antiquitäten-Forum „Die Schatzkiste im Netz“ helfen Mitglieder gegenseitig dabei, Objekte zu identifizieren, Altersschätzungen abzugeben und Hintergründe zu erläutern.

👉 Jetzt Antiquitäten bestimmen lassen – Hier geht’s zum Forum „Die Schatzkiste im Netz“

Was du für eine Bestimmung im Forum brauchst:

  1. Scharfe Fotos: Gesamtansicht, Details und vor allem Marken/Stempel.

  2. Maße: Wie groß/schwer ist das Objekt?

  3. Herkunft: Weißt du, woher es stammt?

Viel Erfolg bei deiner Recherche – vielleicht besitzt du ja einen echten Schatz, ohne es zu wissen!

Wissenswertes zur Bestimmung von Antiquitäten (Häufige Fragen)

Um dir die Detektivarbeit zu erleichtern, haben wir hier die wichtigsten Fachbegriffe und Themen zusammengefasst, die bei der Identifizierung deiner Fundstücke eine Rolle spielen:

  • Wie erkenne ich das Alter von antiken Möbeln? Ein wichtiger Hinweis ist die Verarbeitung. Handgehobelte Rückwände, unregelmäßige Zinkungen (Schwalbenschwanzverbindungen) und handgeschmiedete Beschläge aus Eisen oder Messing sind typische Merkmale für Epochen wie Barock, Biedermeier oder Louis-Seize.

  • Wo finde ich Hilfe bei der Porzellanbestimmung? Marken von Manufakturen wie Meissen (Gekreuzte Schwerter), KPM oder Villeroy & Boch befinden sich meist unter der Glasur auf dem Boden des Objekts. In unserem Forum helfen wir dir dabei, auch unbekannte Pressmarken oder Malerzeichen zu identifizieren und zeitlich einzuordnen.

  • Silberstempel und Punzen richtig deuten: Echtes Silber erkennst du meist an der 800er, 835er oder 925er (Sterling) Punzierung. Historische Silberstempel verraten zudem oft viel über die Herkunftsstadt und den Silberschmied.

  • Was ist mein Fund wert? Bitte beachte: In unserem Forum steht die Bestimmung und die historische Einordnung im Vordergrund. Wir lieben die Geschichte hinter den Objekten! Eine verbindliche Wertermittlung oder aktuelle Preisauskunft findet dort jedoch in der Regel nicht statt. Für offizielle Wertgutachten solltest du dich an vereidigte Sachverständige wenden.

  • Antiquitäten online bestimmen lassen – Wie funktioniert das? Für eine erste Orientierung und den Austausch mit erfahrenen Sammlern ist unsere Community ideal. Oft lässt sich durch das gebündelte Wissen der Mitglieder schnell klären, aus welcher Epoche ein Stück stammt oder welche Funktion ein rätselhafter Gegenstand früher hatte.

👉 zum Forum „Die Schatzkiste im Netz“

Leitfaden zu Belgischen Silberstempeln

Leitfaden zu Belgischen Silberstempeln

I. Einleitung zu belgischen Silberstempeln

A. Bedeutung und historische Einordnung

Die Welt der belgischen Silberpunzen ist ein Spiegelbild der turbulenten Geschichte dieses Landes, das oft als „Schmelztiegel Europas“ bezeichnet wird. Silberstempel aus dem Gebiet des heutigen Belgiens dienen, ähnlich wie ihre niederländischen Pendants, der Garantie des Feingehalts und der Identifizierung des Herstellers. Doch während das niederländische System durch eine bemerkenswerte Kontinuität besticht, ist das belgische System durch Brüche gekennzeichnet: Von den strengen Zunftregeln der alten südlichen Niederlande über die französische Besatzung und die kurze Vereinigung mit den Niederlanden bis hin zur Unabhängigkeit 1830.

Für Sammler und Händler stellen belgische Silberarbeiten oft eine Herausforderung dar. Die Qualität der Silberschmiedekunst – man denke an den Barock in Lüttich (Liège) oder den weltberühmten Art Nouveau von Wolfers in Brüssel – ist unbestritten hoch. Die Identifikation erfordert jedoch ein Verständnis dafür, welches politische Regime zum Zeitpunkt der Herstellung herrschte.

Anders als in vielen anderen Ländern gab es in Belgien zwischen 1831 und 1869 keine staatliche Punzierungspflicht für den Inlandsmarkt, was zu einer Vielzahl von Stücken führt, die lediglich mit Meisterzeichen oder einfachen Feingehaltszahlen versehen sind. Dieser Leitfaden soll Licht in dieses komplexe Feld bringen und die Identifizierung von den alten Zunftmarken bis zu den modernen Stempeln ermöglichen.

B. Kurzer Überblick über die Komplexität und Vielfalt

Das Gebiet des heutigen Belgiens war über Jahrhunderte ein Flickenteppich aus Herzogtümern und Grafschaften, die unter burgundischer, spanischer und österreichischer Herrschaft standen. Jede große Stadt – Antwerpen, Brüssel, Gent, Lüttich, Mons – hatte ihre eigenen Gilden und eigene Stempelsysteme. Diese lokale Autonomie endete abrupt mit der französischen Revolution und der Einführung der napoleonischen Gesetze um 1798.

Die Entwicklung lässt sich vereinfacht als ein Weg von extremer lokaler Diversität hin zu nationaler Vereinheitlichung beschreiben, wobei dieser Weg keineswegs geradlinig verlief. Besonders die Unterscheidung zwischen massivem Silber und der in Belgien extrem hochwertigen und populären Versilberung (z.B. Wiskemann) sorgt oft für Verwirrung. Ein fundiertes Verständnis der spezifischen Symbole – wie der „Januskopf“ oder das „A im Dreieck“ – ist daher unerlässlich, um wertvolle Originale von versilberter Ware oder Fälschungen zu unterscheiden.

II. Historischer Überblick der belgischen Punzierungssysteme

Die Geschichte der Silbermarkierung in Belgien lässt sich in vier dominante Phasen unterteilen, die jeweils völlig unterschiedliche visuelle Merkmale aufweisen.

  1. Die Zünfte (Ancien Régime) – Bis 1797 In dieser Periode, die die Zeit der Österreichischen Niederlande und das Hochstift Lüttich umfasst, wurden Stadtmarken (Wappen), Jahresbuchstaben, Meisterzeichen und Kontrollstriche verwendet.

  2. Französische Periode (1798–1814) Belgien war in dieser Zeit in französische Departements gegliedert. Es kamen standardisierte französische Stempel zum Einsatz: Der „Coq“ (Hahn) für den Feingehalt, verschiedene Köpfe zur Garantie sowie spezifische Departement-Zeichen.

  3. Holländische Periode (1815–1830) Unter dem Vereinigten Königreich der Niederlande galten die niederländischen Stempelgesetze. Typische Merkmale sind der laufende Löwe, der Minervakopf und Jahresbuchstaben.

  4. Das Königreich Belgien (ab 1831) Diese Phase unterteilt sich in zwei Abschnitte:

    • Die „Freie Periode“ (1831–1868): Es gab keine staatliche Punzierungspflicht für den Inlandsmarkt (außer für den Export). Objekte tragen meist nur Meisterzeichen und Zahlen wie „800“.

    • Modernes System (ab 1869): Einführung des Januskopfes (bis 1942) und später des „A im Dreieck“ (ab 1942). Wichtig ist jedoch, dass die staatliche Punzierung auch hier oft freiwillig blieb.

A. Die Zeit der Zünfte (bis 1797)

In den „Österreichischen Niederlanden“ und dem unabhängigen Hochstift Lüttich oblag die Kontrolle den lokalen Gilden. Ein Silberobjekt trug typischerweise vier Marken:

  • Die Stadtmarke: Das Wappen oder ein Symbol der Stadt.

  • Der Jahresbuchstabe: Zur Datierung (oft gekrönt).

  • Das Meisterzeichen: Initialen oder Symbole des Schmieds.

  • Ein Kontrollzeichen: Oft der Löwe von Brabant oder ähnliche heraldische Tiere.

Wichtige Beispiele für Stadtmarken:

  • Antwerpen: Eine offene Hand (oft in einem Schild, gekrönt).

  • Brüssel: Der Erzengel Michael, der den Drachen tötet (oft sehr klein und schematisch dargestellt).

  • Gent: Ein Löwe (der Löwe von Flandern), oft gekrönt mit „G“ oder im Schild.

  • Lüttich (Liège): Der „Perron“ (eine Säule auf einem Sockel), oft begleitet von Jahreszahlen.

  • Mons: Ein Turm oder eine Burg, oft mit den Initialen der Stadt.

  • Mechelen: Drei vertikale Balken (Wappen von Berthout), oft in einem Schild.

B. Die Französische (1798–1814) und Holländische Periode (1815–1830)

Diese Phasen sind für Sammler oft verwirrend, da die Stempel nicht typisch „belgisch“ aussehen.

  • Französische Periode: Mit dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen wurden die Zünfte abgeschafft. Es galt das französische System (der „Coq“ / Hahn). Der Unterschied zu Pariser Silber liegt in den Departement-Punzen (z.B. Brüssel als Hauptquartier des „Dyle“-Departements).

  • Holländische Periode: Nach Waterloo wurde das niederländische System verwendet (Löwe, Minerva, Jahresbuchstabe). Stücke aus dieser Zeit mit Brüsseler oder Antwerpener Provenienz sind rar und gesucht.

C. Das Königreich Belgien: Die Ära des Januskopfes (1831/1869 – 1942)

Nach der Revolution 1830 herrschte zunächst ein rechtliches Vakuum. Viele Silberschmiede stempelten nur ihr Meisterzeichen und eine Feingehaltsangabe (z.B. „11“ für 11 Deniers oder später „800“).

Erst das Gesetz vom 1. Juli 1869 führte wieder eine einheitliche, staatliche Kontrolle ein.

Hinweis: Diese staatliche Prüfung war fakultativ (freiwillig). Das erklärt die große Menge an Objekten, die auch nach 1869 keinen Staatsstempel tragen.

Das zentrale Symbol dieser Epoche ist der Januskopf. Dieses Symbol (ein Kopf mit zwei Gesichtern, nach links und rechts blickend) ist der wichtigste Indikator für staatlich geprüftes belgisches Silber des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

D. Die Moderne (ab 1942)

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das System reformiert. Der Januskopf wurde durch ein geometrisches System ersetzt: Ein „A“ in einem Dreieck für Silber (Argent).

III. Die Hauptbestandteile belgischer Silberstempel (ab 1869)

Konzentrieren wir uns auf die Marken, die man im Antiquitätenhandel am häufigsten antrifft.

A. Feingehaltsstempel und Staatsgarantie

Die gebräuchlichsten Legierungen sind 800/1000 und später 835/1000 oder 925/1000.

  1. Der Januskopf (1869 – 1942): Dieser Stempel garantierte spezifisch den zweiten Titel (min. 800/1000). Er kann alleinstehen oder in Kombination mit einer Zahlenpunze auftreten.

  2. Das Dreieck (ab 1942):

    • A800: Mindestfeingehalt 800/1000.

    • A835: Mindestfeingehalt 835/1000.

    • A925: Sterling Silber (925/1000).

Fehlt das Dreieck bei neuerem Silber, handelt es sich oft nicht um massives Silber oder um Ware, die nicht staatlich geprüft wurde.

B. Jahresbuchstaben (Das große Missverständnis)

Ein wesentlicher Unterschied zu den Niederlanden oder Großbritannien: Belgien verwendet seit 1798 in der Regel keine Jahresbuchstaben mehr.

Die Datierung erfolgt primär über:

  • Die Stilepoche (Neorokoko, Art Nouveau, Art Déco).

  • Die Tätigkeitszeit des Meisters (Registrierungsdaten).

  • Eventuelle Inschriften oder Gravuren.

C. Meisterzeichen (Maître Orfèvre)

Da Jahresbuchstaben fehlen, ist das Meisterzeichen der wichtigste Schlüssel zur Provenienz.

  • Die Tonne (Tonneau): Eine tonnenförmige Umrandung ist in Belgien extrem verbreitet für Silber- und Versilberungsmarken.

  • Die Raute (Lozenge): Traditionell für massives Silber.

Berühmte belgische Meister:

  • Wolfers Frères: Das „Cartier“ Belgiens. Marke oft: Ein Dreieck mit drei Sternen und einem „W“.

  • Delheid Frères: Bekannt für die Marke „Sivar“. Marke: Ein großes „D“ unter einer Schlange oder einem Stern.

  • Altenloh: Hofjuwelier in Brüssel. Oft voller Namenszug.

IV. Sonderstempel und die Falle der Versilberung

Belgien war eine Weltmacht in der Produktion von hochwertigem versilbertem Tafelgeschirr (Hotel-Silber). Marken wie Wiskemann oder Christofle (Belgische Zweigstellen) sind allgegenwärtig.

A. Punzen für Versilberung (Métal Blanc / Plaque)

Anders als bei massivem Silber, wo „800“ den prozentualen Anteil angibt, nutzen belgische Versilberer Zahlen, die das Gewicht des Silbers angeben, das für ein Besteckset (meist 12 Gedecke) verwendet wurde.

  • Typische Zahlen: 84, 90, 100, 150.

  • Die Gefahr: Eine Punze „84“ wird oft fälschlicherweise für russisches Silber (84 Zolotniki) gehalten. In Belgien bedeutet es jedoch meist nur eine Standard-Versilberung.

  • Erkennungszeichen: Oft steht zusätzlich „GR“ (für Grammes) oder Symbole wie eine Waage dabei.

B. Export- und Importmarken

  • Export: Trägt oft keine gesonderten bildlichen Symbole, sondern meist die regulären Feingehaltsstempel oder gar keine staatlichen Marken.

  • Import: Wichtiger für Sammler ist die Import-Marke. Für ausländisches Silber findet man oft den Buchstaben „E“ (für Etranger = Fremd), meist in einem rechteckigen oder ovalen Rahmen.

V. Praktische Anleitung zur Identifizierung

Wenn Sie ein Stück vermutetes belgisches Silber vor sich haben, gehen Sie am besten wie folgt vor:

A. Benötigte Hilfsmittel

Eine 10- bis 20-fache Lupe und gutes Licht sind unverzichtbar.

B. Schritt-für-Schritt Analyse

  1. Suchen Sie nach Zahlen:

    • „800“, „835“, „900“ -> Gutes Zeichen für massives Silber.

    • „100“, „84“, „60“ (ohne Prozentangabe) -> Wahrscheinlich versilbert.

  2. Identifizieren Sie den Staatsstempel:

    • Doppelgesicht? -> Januskopf -> Belgien 1869–1942.

    • Dreieck mit A? -> Belgien nach 1942.

    • Hahn? -> Französische Zeit (Vorsicht, Department prüfen!).

    • Säule (Perron) oder Hand? -> Antikes Silber vor 1798.

  3. Das Meisterzeichen:

    • Ist es Wolfers, Delheid, Wiskemann? Der Name entscheidet oft über den Wert.

C. Häufige Fallstricke

  • Wiskemann-Besteck: Wenn nur „Wiskemann“ und „100“ draufsteht, ist es versilbert. Massives Silber von Wiskemann trägt immer zusätzlich die „800“ oder „925“ und meist den offiziellen Staatsstempel.

  • Pseudomarken: Im Historismus (spätes 19. Jh.) findet man oft Fantasiemarken, die wie alte Zunftstempel aussehen sollen.

VI. Ressourcen zur weiteren Recherche

A. Wichtige Nachschlagewerke (Bücher)

  • „Belgische Zilvermerken“ (Walter Van Dievoet): Das Standardwerk für Meisterzeichen.

  • „Orfèvrerie au poinçon de Bruxelles“ (Jacques Stuyck): Unverzichtbar für Brüsseler Silber.

  • „Poinçons d’argent“ (Tardy): Das internationale Taschenbuch.

B. Online-Datenbanken

  • Silvercollection.it: Exzellente Sektion zu Belgian Hallmarks.

  • 925-1000.com: Expertenforum.

  • KIK-IRPA: Datenbank des belgischen Kulturerbe-Instituts mit Fotos von Museumsstücken.

VII. Schlussbemerkung

Belgisches Silber ist ein faszinierendes Sammelgebiet, das zu Unrecht oft im Schatten der großen französischen oder englischen Nachbarn steht. Die Qualität der Ausführung, besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert, ist oft überlegen.

Das Fehlen von Jahresbuchstaben macht die Datierung zwar zu einer Detektivarbeit, doch die Entschlüsselung der Meisterzeichen und der stilistischen Merkmale ist umso befriedigender. Ob Sie nun einen barocken Leuchter aus Lüttich oder eine Art-Déco-Schale von Wolfers in Händen halten – mit dem Wissen um den Januskopf und die historischen Brüche der belgischen Geschichte sind Sie bestens gerüstet, um diese Schätze zu heben.

Für spezifische Fragen steht Ihnen wie immer unser Forum auf dieschatzkisteimnetz.de zur Verfügung.

Ralph Prüschberg

Haldenfeuer: Ein Psychoduell im Herzen des Ruhrgebiets

Das Ruhrgebiet ist mehr als nur Kohle und Stahl – es ist ein Ort voller Geschichten, dunkler Ecken und einer Vergangenheit, die niemals ganz ruht. In meinem neuen Roman „Haldenfeuer“ nehme ich dich mit in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Recht und Unrecht so verschwimmen wie der Nebel über den Emscher-Auen.

Worum geht es in Haldenfeuer?

Stell dir vor: Ein verlassenes Auto am Kanal. Zwei Tote. Keine Spuren – nur ein mysteriöses Symbol, das die Ermittler verhöhnt. Was als klassischer Kriminalfall beginnt, entwickelt sich schnell zu einem hochgradig gefährlichen Psychoduell.

Im Zentrum der Ermittlungen steht Hauptkommissar Frank Köhler, ein Polizist der alten Schule, den das Leben und der Dienst im „Pott“ gezeichnet haben. Er trifft auf einen Gegner, der sich selbst „Das Orakel“ nennt – ein brillanter Geist, der die Polizei in ein tödliches Spiel nach seinen ganz eigenen Regeln zwingt.

Doch Köhler ist nicht der Einzige, der die Fährte aufgenommen hat. Der ehrgeizige Lokalreporter Ben Brenner wittert die Story seines Lebens. Doch je tiefer er gräbt, desto mehr wird der Beobachter selbst zum Gejagten.

Ein Bild aus dem Buch

Warum „Haldenfeuer“?

Der Titel ist kein Zufall. Genau wie die namensgebenden Haldenfeuer, die tief im Inneren der alten Abraumhalden unbemerkt weiterschwelen können, glimmt auch in dieser Geschichte die Schuld unter der Oberfläche. Es ist ein Buch über die Echos der Vergangenheit und die Frage, ob alte Wunden jemals wirklich heilen.

Das erwartet dich:

  • Ruhrpott-Atmosphäre: Authentische Schauplätze zwischen Dortmund, Duisburg und den Halden der Region.

  • Nervenkitzel pur: Ein perfider Psychothriller, der dich bis zur letzten Seite rätseln lässt.

  • Vielschichtige Charaktere: Ermittler mit Ecken und Kanten und ein Antagonist, der Gänsehaut garantiert.

    Meike Demir mit Bulut aus Haldenfeuer
    zum Beispiel Meike Demir mit Bulut

Jetzt lesen

Egal ob du im Ruhrgebiet tief verwurzelt bist oder spannende Regionalkrimis liebst – „Haldenfeuer“ ist ein Muss für deine Leseliste.

Du findest den Roman bei Amazon als eBook, Taschenbuch oder in der hochwertigen gebundenen Ausgabe: 👉 Haldenfeuer bei Amazon entdecken und hier geht es👉 zur kostenlosen Leseprobe

Hilfreiche Informationen für Krimi-Fans

Wenn du auf der Suche nach einem spannenden Ruhrgebiets-Krimi bist, der echte Pott-Atmosphäre mit psychologischem Tiefgang verbindet, dann ist der Roman „Haldenfeuer“ genau das Richtige für dich. Als Autor aus der Region lege ich Wert auf authentische Schauplätze zwischen Gelsenkirchen, Dortmund und Duisburg. Dieser Psychothriller aus dem Revier bietet nicht nur Nervenkitzel, sondern taucht auch tief in die Geschichte der Zechen und Halden ein. Suchst du eine fesselnde Buchempfehlung für Regionalkrimis oder möchtest mehr über die Ermittlungen von Hauptkommissar Frank Köhler erfahren? Dann merke Dir meinen Blog für weitere Infos zu meinen Neuerscheinungen und exklusive Einblicke in die Welt der Ruhrpott-Literatur.

Ralph

Schatz oder Schrott? So ermittelst Du den Wert von Omas Silberbesteck (inkl. neuem Online-Rechner)

Hast Du auch diese eine Kiste auf dem Dachboden oder im Keller? Die, die man von der Großtante geerbt hat und in der dieses schwere, dunkel angelaufene Besteck liegt? Oft stellt sich dann die Frage: „Ist das echtes Silber und was ist das heute eigentlich wert?“

Gerade bei Besteck ist die Verwirrung oft groß. Was bedeutet die kleine „90“ auf der Rückseite der Gabel? Ist „800“ schlechter als „Sterling“? Und lohnt es sich überhaupt, das Besteck zu verkaufen, oder sollte man es lieber polieren und für das nächste Weihnachtsessen aufbewahren?

Damit Du nicht mehr rätseln musst, habe ich auf meiner Shop-Seite ein neues, kostenloses Tool für Dich entwickelt. Aber bevor ich Dir den Link gebe, schauen wir uns kurz an, worauf Du beim Besteck achten musst.

Der erste Blick: Die Punze (Der Stempel)

Nimm Dir eine Lupe zur Hand. Auf der Rückseite des Griffs (bei Messern oft nahe der Klinge) findest Du eine eingestanzte Zahl. Das ist der Schlüssel zum Wert.

1. Echtes Silber (Massivsilber) Hier findest Du meistens dreistellige Zahlen.

  • 800: Der deutsche Klassiker. Das sogenannte „Gebrauchssilber“. Es besteht zu 80 % aus reinem Silber. Sehr robust und weit verbreitet.

  • 835: Oft bei Schmuck oder kleineren Besteckteilen zu finden.

  • 925 (Sterling): Der englische Standard und sehr hochwertig. Es ist weicher und glänzt oft etwas heller.

2. Versilbertes Besteck (Silberauflage) Hier siehst Du meist zweistellige Zahlen oder die 100.

  • 90 oder 100: Das bedeutet, das Besteck besteht im Kern aus einem unedlen Metall (wie Alpaka oder Messing) und wurde nur hauchdünn mit Silber überzogen.

  • Der Wert: Viele denken, versilbertes Besteck sei wertlos. Das stimmt nicht! Auch hier lässt sich das Silber recyceln, allerdings ist der Materialwert natürlich nur ein Bruchteil von echtem Silber.

Wie viel ist es wert?

Der Wert von Silberbesteck setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  1. Der Materialwert (Silberpreis): Das ist der reine Wert des Edelmetalls, wenn man es einschmelzen würde. Dieser schwankt täglich mit dem Börsenkurs.

  2. Der Sammlerwert: Ist das Besteck von einer berühmten Manufaktur (z.B. Robbe & Berking, Christofle oder Bruckmann) und in gutem Zustand? Dann zahlen Sammler oft deutlich mehr als den reinen Materialpreis.

Neu: Mein Online-Silberrechner

Um Dir den ersten Schritt zu erleichtern – nämlich die Ermittlung des reinen Materialwerts – habe ich auf antikundgebraucht.de einen automatischen Rechner programmiert.

Das kann das Tool:

  • ✅ Es aktualisiert tagsüber alle 4 Stunden automatisch den aktuellen Silber-Börsenkurs.

  • ✅ Du wählst einfach aus, was Du hast (z.B. „6 Menügabeln“ oder „12 Teelöffel“).

  • ✅ Der Rechner sagt Dir sofort, wie hoch der rechnerische Materialwert für 800er, 925er oder auch versilbertes Besteck ist.

Das ist perfekt, um schnell einen Überblick zu bekommen, ob Du da gerade 50 Euro oder 500 Euro in der Hand hältst.

👉 Hier geht’s direkt zum kostenlosen Silber-Rechner

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss

Der Rechner zeigt Dir den Börsenwert. Wenn Du das Silber an einen Händler verkaufst, wirst Du diesen Preis nie zu 100 % bekommen – und das ist auch seriös so. Ein Händler muss Schmelzverluste, Analysekosten und seine Marge abziehen. Besonders bei versilbertem Besteck (90/100) sind die Recyclingkosten (das sogenannte „Scheiden“ des Metalls) recht hoch, sodass der Auszahlungsbetrag deutlich niedriger ausfällt.

Aber mit meinem Tool hast Du jetzt eine perfekte Verhandlungsbasis und weißt genau, in welcher Liga Dein Fundstück spielt.

Viel Spaß beim Stöbern und Rechnen!

Dein Ralph

altes, neu im Shop – Update zur Vorweihnachtszeit 2025

Liebe Kunden und Sammlerfreunde,

pünktlich bevor die festliche Jahreszeit beginnt, haben wir noch einmal ein riesiges Update für den Shop! Wir freuen uns, Ihnen eine unglaubliche Auswahl an neuen Bestecken und Einzelteilen präsentieren zu dürfen.

Die absoluten Highlights dieses Mal sind eine massive Aufstockung der Serien WMF Würfel und WMF Fächer sowie wunderschöne Sets von Christofle (Port Royale), Gero (Art Deco) und OKA.

Stöbern Sie durch die Neuzugänge:

Silberbesteck nach Herstellern:

  • WMF – Schwerpunkt „Würfel“:
    • Eine riesige Auswahl! Menübesteck (2 Sets à 18-tlg.), Dessertbesteck (2 Sets à 12-tlg., 60er), 12 Dessertlöffel (60er), 12 Kaffeelöffel (18er), Obstbesteck (2 Sets à 12-tlg.), 12 Eislöffel sowie eine Fülle an Vorlegeteilen: 4 Fleischgabeln, 2 Gemüselöffel, 2 Rahmkellen, 2 Salatbestecke, 2 Kompottlöffel, Suppenkelle, Saucenkelle, Tortenheber, Tortenmesser und 2 Zuckerzangen (1x groß).
  • WMF – Schwerpunkt „Fächer“:
    • Ebenfalls massiv aufgestockt! Menübesteck (4 Sets à 18-tlg.), Dessertbesteck (4 Sets à 12-tlg.), Fischbesteck (für 12 Pers. und ein weiteres Set für 6 Pers. NEU), 24 Kaffeelöffel, 24 Kuchengabeln, 6 Dessertlöffel, Bratenbesteck, Tortenheber und ein Vorlegebesteck.
  • WMF – Schwerpunkt „New York“:
    • Menübesteck (2 Sets à 18-tlg.), Dessertbesteck (12-tlg.), Fischbesteck (12-tlg.), 12 Kaffeelöffel, 12 Kuchengabeln, 6 Dessertlöffel, 6 Serviettenringe und diverse Vorleger (2 Fleischgabeln, Gemüse-, Kartoffellöffel, Salatbesteck, Sahnelöffel, Tortenheber, Butter-/Käsemesser, Zuckerzange).
  • WMF – Weitere Serien:
    • WMF 3700: Menübesteck (18-tlg. NEU) und ein komplettes Vorleger-Set (Suppe, Sauce, Gemüse, 2x Fleisch, Zucker) sowie Kaffeelöffel und Kuchengabeln (alle sg).
    • WMF Rom: 16-teiliges Besteck für 4 Personen (NEU).
    • WMF 2500: Serviettenständer.
    • WMF 2900: Gebäckheber im Hammerschlag-Dekor (sg).
    • WMF: Versilberter Ausgießer.
  • Christofle:
    • Port Royale: Menübesteck (2 Sets à 18-tlg.), 12 Kaffeelöffel, 12 Kuchengabeln und ein großes Vorleger-Set (Tranchierbesteck, 2 Fleischgabeln, 2 Kartoffellöffel, Gemüselöffel, Saucenkelle, Tortenheber, Sahnelöffel, Buttermesser).
    • Ein einzelner Christofle Serviettenring.
  • Gero Art Deco:
    • Fischbesteck (2 Sets à 6 Pers.), 12 Messerbänkchen sowie passende Vorleger (Fischheber, Fischvorlegebesteck, Spargelheber).
  • OKA:
    • OKA 131:  Menübesteck (18-tlg.), Dessertbesteck (12-tlg.), 12 Kaffeelöffel, 12 Kuchengabeln und viele Vorleger (2 Fleischgabeln, 2 Gemüselöffel, Saucenkelle, Kompottlöffel, Tortenheber, Zuckerlöffel).
    • OKA 133: Menübesteck (18-tlg.), Teelöffel, Kuchengabeln und Butter-/Käsemesser.
  • Wellner:
    • Wellner Eva: Menübesteck (2 Sets à 18-tlg.) und ein sehr umfangreiches Vorleger-Set (2 Saucenkellen, 2 Gemüselöffel, Kartoffellöffel, Kompottlöffel, Salatbesteck, Butter-/Käsemesser, Tortenheber, Brotgabel, Geleelöffel, Zuckerzange).
    • Wellner Salzburg: Tranchiergabel.
  • BSF Margerit:
    • Menübesteck (2 Sets à 18-tlg.), 12 Kaffeelöffel, 6 Kuchengabeln und Vorleger (Saucenkelle, Gemüselöffel, Kartoffellöffel, Fleischgabel).
  • Bruckmann Lieselotte:
    • Menübesteck (18-tlg.), Fischbesteck (6 Pers.), Kaffeelöffel und Kuchengabeln.
  • Hansa Chippendale:
    • Zuckerzange und Zuckerlöffel, 2 Fleischgabeln.

Tafelzubehör & Accessoires:

  • Perlmutt: Kaviarbesteck und einzelne Kaviarlöffel.
  • Kaviar: Kaviarmesser von Wolff (90er).
  • Weiteres Zubehör: Erbe Ideal Salatbesteck, Ritter Citro Patentz Zitronenpresser, versilbertes Körbchen, diverse Schälchen, Flaschenhalter, Leuchter (1-flammig & 2-flammig), Serviettenring (Monogramm), Flaschenverschlüsse (Art Deco & Elefant Metzeler), durchbrochenes Döschen (Silber? GHB).

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Ihr Ralph Prüschberg

P.S.: Unser Forum www.dieschatzkisteimnetz.de ist weiterhin auch über die alternative Domain www.antiquesearch.de für Sie erreichbar!

P.P.S.: Perfekt für die dunkle Jahreszeit – kennst du schon meinen neuen Roman? „Haldenfeuer: Ein Ruhrgebiets-Krimi“ findest du direkt bei Amazon: https://www.amazon.de/dp/B0FSRVDP2Q jetzt auch als gebundenes Buch für unter den Weihnachtsbaum