Hast Du auch diese eine Kiste auf dem Dachboden oder im Keller? Die, die man von der Großtante geerbt hat und in der dieses schwere, dunkel angelaufene Besteck liegt? Oft stellt sich dann die Frage: „Ist das echtes Silber und was ist das heute eigentlich wert?“
Gerade bei Besteck ist die Verwirrung oft groß. Was bedeutet die kleine „90“ auf der Rückseite der Gabel? Ist „800“ schlechter als „Sterling“? Und lohnt es sich überhaupt, das Besteck zu verkaufen, oder sollte man es lieber polieren und für das nächste Weihnachtsessen aufbewahren?
Damit Du nicht mehr rätseln musst, habe ich auf meiner Shop-Seite ein neues, kostenloses Tool für Dich entwickelt. Aber bevor ich Dir den Link gebe, schauen wir uns kurz an, worauf Du beim Besteck achten musst.
Der erste Blick: Die Punze (Der Stempel)
Nimm Dir eine Lupe zur Hand. Auf der Rückseite des Griffs (bei Messern oft nahe der Klinge) findest Du eine eingestanzte Zahl. Das ist der Schlüssel zum Wert.
1. Echtes Silber (Massivsilber) Hier findest Du meistens dreistellige Zahlen.
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800: Der deutsche Klassiker. Das sogenannte „Gebrauchssilber“. Es besteht zu 80 % aus reinem Silber. Sehr robust und weit verbreitet.
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835: Oft bei Schmuck oder kleineren Besteckteilen zu finden.
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925 (Sterling): Der englische Standard und sehr hochwertig. Es ist weicher und glänzt oft etwas heller.
2. Versilbertes Besteck (Silberauflage) Hier siehst Du meist zweistellige Zahlen oder die 100.
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90 oder 100: Das bedeutet, das Besteck besteht im Kern aus einem unedlen Metall (wie Alpaka oder Messing) und wurde nur hauchdünn mit Silber überzogen.
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Der Wert: Viele denken, versilbertes Besteck sei wertlos. Das stimmt nicht! Auch hier lässt sich das Silber recyceln, allerdings ist der Materialwert natürlich nur ein Bruchteil von echtem Silber.
Wie viel ist es wert?
Der Wert von Silberbesteck setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:
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Der Materialwert (Silberpreis): Das ist der reine Wert des Edelmetalls, wenn man es einschmelzen würde. Dieser schwankt täglich mit dem Börsenkurs.
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Der Sammlerwert: Ist das Besteck von einer berühmten Manufaktur (z.B. Robbe & Berking, Christofle oder Bruckmann) und in gutem Zustand? Dann zahlen Sammler oft deutlich mehr als den reinen Materialpreis.
Neu: Mein Online-Silberrechner
Um Dir den ersten Schritt zu erleichtern – nämlich die Ermittlung des reinen Materialwerts – habe ich auf antikundgebraucht.de einen automatischen Rechner programmiert.
Das kann das Tool:
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✅ Es aktualisiert tagsüber alle 4 Stunden automatisch den aktuellen Silber-Börsenkurs.
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✅ Du wählst einfach aus, was Du hast (z.B. „6 Menügabeln“ oder „12 Teelöffel“).
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✅ Der Rechner sagt Dir sofort, wie hoch der rechnerische Materialwert für 800er, 925er oder auch versilbertes Besteck ist.
Das ist perfekt, um schnell einen Überblick zu bekommen, ob Du da gerade 50 Euro oder 500 Euro in der Hand hältst.
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Ein wichtiger Hinweis zum Schluss
Der Rechner zeigt Dir den Börsenwert. Wenn Du das Silber an einen Händler verkaufst, wirst Du diesen Preis nie zu 100 % bekommen – und das ist auch seriös so. Ein Händler muss Schmelzverluste, Analysekosten und seine Marge abziehen. Besonders bei versilbertem Besteck (90/100) sind die Recyclingkosten (das sogenannte „Scheiden“ des Metalls) recht hoch, sodass der Auszahlungsbetrag deutlich niedriger ausfällt.
Aber mit meinem Tool hast Du jetzt eine perfekte Verhandlungsbasis und weißt genau, in welcher Liga Dein Fundstück spielt.
Viel Spaß beim Stöbern und Rechnen!
Dein Ralph